Warum ist das wichtig?
Das Aftermarket-Geschäft ist oft profitabler als der Verkauf neuer Produkte, denn Ersatzteile erzielen höhere Margen. Eine schnelle, zuverlässige Aftermarket-Logistik ist entscheidend für die Kundenzufriedenheit. Ausfallzeiten von Maschinen und Anlagen kosten Geld, deshalb müssen Ersatzteile schnell ankommen. Eine schwache Aftermarket-Logistik schadet dem Markenimage und treibt die Kundschaft zu Wettbewerbern mit besserem Service.
Wie funktioniert der Aftermarket in der Logistik?
Hersteller produzieren Ersatzteile und lagern sie in regionalen Distributionszentren, die strategisch in der Nähe von Kundenschwerpunkten liegen. Gehen Bestellungen von Händlern oder der Kundschaft ein, werden die Ersatzteile per Expressdienst versandt, um Ausfallzeiten zu minimieren. Die Aftermarket-Logistik erfordert Flexibilität: Manche Teile sind Verbrauchsartikel mit hohem Volumen (Ölfilter, Bremsbeläge), andere werden nur selten als Notfallersatz benötigt und erfordern eine schnelle Reaktion.
Branchen, die Aftermarket-Logistik benötigen
- Distribution von Kfz-Ersatzteilen
- Ersatzteile für Elektronik und Haushaltsgeräte
- Komponenten für Industrieanlagen
- Maschinenteile und Fertigungsbedarf
- Ersatzteile für Medizinprodukte
- Ersatzteile für Baumaschinen und Landmaschinen
- IT- und Computerkomponenten
- Bau- und Konstruktionsmaterialien
Beispiel aus der Praxis
Das Händlernetz eines Lkw-Herstellers benötigt Ersatzteile für Motoren in fünf europäischen Ländern. Die Teile lagern in regionalen Distributionszentren. Fällt ein Kundenfahrzeug aus, bestellt der Händler das Teil, das per Expresszustellung am nächsten Tag geliefert wird. Diese Abwicklung innerhalb von 24 Stunden minimiert die Ausfallzeit für die Kundschaft und hält den Händler wettbewerbsfähig. Ohne zuverlässige Aftermarket-Logistik würde die Kundschaft zu Wettbewerbern wechseln, die einen schnelleren Ersatzteilservice bieten.