Warum ist die Blisterverpackung wichtig?
Blisterverpackungen schützen kleine, empfindliche oder leicht zu verlierende Artikel bei Transport und Handhabung. Außerdem erschweren sie Manipulationen am Produkt, was bei Arzneimitteln und Konsumgütern wichtig ist. Logistisch muss die Verpackung stabil genug sein, um Stapelung und Vibrationen standzuhalten, und ihr Design bestimmt, wie viele Einheiten in einen Karton oder auf eine Palette passen.
Wie funktioniert die Blisterverpackung in der Logistik?
Das Produkt wird in eine vorgeformte Kunststoffmulde eingelegt, und eine Trägerkarte oder Folie wird darüber versiegelt, meist durch Heißsiegeln. Mehrere Blister werden auf einer Karte zusammengefasst und für den Versand in einen Karton verpackt. Im Lager werden die Kartons gezählt und nach SKU eingelagert. Frachtführer und Umschlagspersonal behandeln geblisterte Waren wie normales verpacktes Frachtgut, wobei starke Stapellasten oder Quetschungen die Mulden beschädigen können.
Branchen und Produkte, die Blisterverpackungen nutzen
- Arzneimittel und Medikamente
- Medizinprodukte und Diagnostikbedarf
- Zubehör für Unterhaltungselektronik (Batterien, Kabel, Ladegeräte)
- Spielzeug und kleine Hobbyartikel
- Proben von Kosmetik und Körperpflegeprodukten
- Eisenwaren und Werkzeuge
- Schreibwaren und Bürobedarf
Beispiel aus der Praxis
Ein Pharmagroßhändler in Lille (Frankreich) erhält von einem Hersteller in Belgien 5.000 Kartons mit geblisterten Tabletten. Jeder Karton enthält 20 Blisterkarten mit jeweils 10 Tabletten. Das Lager des Großhändlers zählt die Kartons beim Wareneingang nach SKU und prüft, ob die Versiegelungen intakt sind. Da Blisterverpackungen unter hoher Stapellast empfindlich sind, werden die Kartons auf der Palette höchstens vierlagig gestapelt. Anschließend werden die Kartons per Transporter an Apotheken in ganz Nordfrankreich geliefert, wo sie unbeschädigt und verkaufsfertig ankommen.